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Angelina Schütz

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Pressemitteilungen 

Evaluation belegt: Deutlich weniger Todesfälle im AOK-Kardiologievertrag

Eine vom GBA-Innovationsfonds geförderte Evaluation des Facharztvertrages Kardiologie der AOK Baden-Württemberg zeigt in ihren aktuellen Ergebnissen bereits für einen Zeitraum von zwei Jahren signifikant höhere Überlebensraten für Versicherte mit chronischer Herzinsuffizienz (HI) und koronarer Herzkrankheit (KHK). Die Hochrechnung weist 267 vermiedene Todesfälle bei den selektivvertraglich Versicherten mit HI und 343 bei Versicherten mit KHK aus. Außerdem treten deutlich weniger Krankenhauseinweisungen auf und leitlinienempfohlene Medikamente wie Cholesterin- und Blutdrucksenker werden häufiger verordnet. Diese Vorteile im Haus- und FacharztProgramm gehen zudem mit niedrigeren Gesamtkosten einher. Die Wissenschaftler führen die Unterschiede auf die verbindliche Versorgungssteuerung, eine intensivere Patientenbetreuung und höhere Qualitätsanforderungen für die beteiligten Ärzte zurück.?Die Vertragspartner sehen sich auf ihrem vor über 10 Jahren gestarteten Weg einer qualitätsorientierten ambulanten Vollversorgung mit maßgeschneiderten regionalen Strukturen einmal mehr bestätigt. Akute Gefahr für dessen Fortsetzung sehen sie dagegen im sogenannten FKG. Denn der Referentenentwurf des Gesetzes sieht ein Verbot vor, vertragliche Leistungen und deren Vergütung an bestimmte Diagnosen zu binden – die wesentliche Voraussetzung, um auf konkrete Patientenbeschwerden zugeschnittene Versorgungskonzepte erfolgreich anzubieten. „Damit stehen die Alternative Regelversorgung und andere Selektivverträge am Abgrund“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

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Wissenschaftlich belegt: AOK-Patienten im Kardiologievertrag sind besser versorgt

Erste Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation des AOK-Facharztvertrags Kardiologie zeigen eine deutlich verbesserte Versorgungssteuerung für die teilnehmenden Versicherten. Bei Herzinsuffizienz (HI) und koronarer Herzkrankheit (KHK) erfolgt die Inanspruchnahme der Fachärzte deutlich gezielter: Die Überweisungsquote im Facharztvertrag liegt bei nahezu 100 Prozent, in der Kontrollgruppe der Regelversorgung bei lediglich zwei Drittel. Die Studie belegt ferner, dass es bei der Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte und Liegezeiten für die untersuchten Indikationen signifikante Unterschiede zugunsten des Facharztvertrages gibt. Ende September wird der Abschlussbericht dem Förderer – dem Gemeinsamen Bundesausschuss – vorgelegt, der unter anderem Ergebnisse zur kardiovaskulären Mortalität enthält. Die sehr guten Ergebnisse würden die hohe Versorgungsqualität vor Ort, die sich für kardiologische Patientinnen und Patienten ergeben, bestätigen und dürfe durch den vorliegenden Referentenentwurf des sogenannten „Faire-Kassenwahl-Gesetzes“ (FKG) nicht aufs Spiel gesetzt werden, so die Vertragspartner. Dieser Referentenentwurf gefährde das Erreichte massiv und würde die gesamte Alternative Regelversorgung in Frage stellen.

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