Neues zum TI-Konnektor und zur Bundestagswahl 2021

Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg e. V., nimmt Stellung in seinem aktuellen Rundschreiben zur TI: „Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller, schneller eine Softwarelösung, einen Zukunftskonnektor, zu entwickeln, die Strafen zu beenden und allen freiwillig den Übergang in eine konnektorfreie TI zu ermöglichen. Diese TI 2.0 sollte den Praxen auch Vorteile bringen und die Bezahlung sollte kostendeckend sein“, schreibt er an die Ärztinnen und Ärzte.

Er merkt an, dass es besser gewesen wäre, wenn die KVen sich von Anfang an gegen die veraltete TI positioniert hätten. Außerdem kritisiert er die geplanten Strafen von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Verweigerung der ePA. Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl schreibt Baumgärtner: „Aufgrund der Vorgänge um die TI, der konstanten Einmischung in die Abläufe in unseren Praxen und des Umgangs mit uns nach Gutsherrenart, muss es im Wahlkampf eine eindeutige Wahlaussage von MEDI BW und MEDI GENO geben. Ich gehe davon aus, dass auch alle Verbände in der Allianz Deutscher Ärzteverbände, insbesondere SpiFa und Hartmannbund im Wahlkampf mitziehen. Wir werden mal wieder die Wartezimmer plakatieren, Anzeigen schalten und auf Facebook und Twitter aktiv werden müssen. September wird Wahlkampfzeit, ich bin hochmotiviert und bitte Sie alle, dann mitzumachen.“

Das komplette Rundschreiben finden Sie hier.

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„Ärztinnen und Ärzte wollen sich um Menschen kümmern, nicht um Bürokratie“

Seit nunmehr zwölf Jahren arbeitet Alexander Bieg für die MEDIVERBUND AG. Als Abteilungsleiter für Versorgungsstrukturen (MVZ) und Organisationsentwicklung liegt sein Fokus auf der Schaffung effizienter Strukturen und der Optimierung abteilungsübergreifender Prozesse. Seine Arbeit umfasst die Beratung, Gründung und den Betrieb von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ebenso wie die Einführung neuer Tools für möglichst reibungslose Abläufe.

Elektronische Patientenakte: MEDI plant bundesweite Kampagne zur Patientenaufklärung

Die fachübergreifenden Ärzteverbände MEDI GENO Deutschland e. V. und MEDI Baden-Württemberg e. V. sehen die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ab Mitte Januar 2025 sehr kritisch. Die digitale Akte sei weder technisch noch strukturell ausgereift. Ein finanzieller Ausgleich für den erheblichen Mehraufwand in den Praxen ist laut Ärzteverbände zudem nicht vorgesehen. Auch über die Transparenz stigmatisierender Diagnosen beispielsweise durch Einsicht in Medikationslisten sollten Patientinnen und Patienten informiert werden. Parallel zur Aufklärungskampagne der Bundesregierung plant MEDI in den kommenden Wochen eine eigene bundesweite Patientenaufklärung in den Praxen.