Im HZV-Kinder- und Jugendarztmodul der AOK nehmen 600 Ärzte teil

Aktuell versorgen 600 Kinder- und Jugendärzte inklusive angestellter Ärzte, Praxispartner und Sicherstellungsassistenten rund 215.000 junge Versicherte – und pro Quartal kommen durchschnittlich 5.000 neue dazu. Das eigenständige Pädiatriemodul im Vertrag der hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg verbindet spezifische Früherkennungs- und Versorgungsleistungen mit einem fairen Honorar. Im achten Jahr nach seinem Start macht das Modul bei vielen Praxen einen nicht mehr wegzudenkenden Patienten- und Honoraranteil aus.

Die Vertragspartner (AOK, Hausärzteverband, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und MEDI Baden-Württemberg) sehen die stetige Zunahme der Teilnehmerzahlen als Erfolgsgeschichte und Bestätigung dafür, mit der innovativen selektivvertraglichen Vollversorgung für Kinder und Jugendliche den richtigen Weg eingeschlagen und zukunftsfähig gestaltet zu haben. „Diese positive Entwicklung ist in Zeiten des zunehmenden Ärztemangels und drohender Unterversorgung auch im Bereich der Kinder- und Jugendärzte nicht nur besonders lobens-wert, sondern wirkt diesen Entwicklungen entgegen. Hier zeigt sich einmal mehr, was ein guter Selektivvertrag zu leisten vermag“, so MEDI-Chef Dr. Werner Baumgärtner.

Vertrag setzt neue Maßstäbe
Innovative Behandlungsansätze, wie etwa die sozialpädiatrische Beratung und Koordination, die deutlich über die Vorgaben der Kinder-Richtlinie („gelbes Heft“) hinausgehenden Früherkennungsuntersuchungen, die Transition chronisch Kranker vom Kinder- und Jugendarzt zum Hausarzt oder das Amblyopie- und Tympanometriescreening haben neue Maßstäbe in der ambulanten Versorgung gesetzt. Jüngste Errungenschaft ist die Weiterqualifizierung von Medizinischen Fachangestellten zum/zur Sozialpädiatrie- und Präventionsassistent/in (SOPASS).

Dr. Roland Fressle, Landesverbandsvorsitzender des BVKJ in Baden-Württemberg, dazu: „SOPASS zeigt erneut, dass eine Weiter-entwicklung der Versorgung am besten gelingt, wenn diese gemeinsam und unter genauer Kenntnis der regionalen Gegebenheiten vor Ort geschieht. Das Pädiatriemodul ist keine Eintagsfliege, sondern gepaart mit ausreichend Behandlungszeit für unsere jungen Patienten und einer fairen und planbaren Vergütung für die Kinder- und Jugendärzte steht es für ein zeitgemäßes Leistungsangebot mit hoher Akzeptanz in der Ärzteschaft.”

Der Mehraufwand an ärztlichen Leistungen wird entsprechend honoriert. Der aktuelle durchschnittliche Fallwert beträgt knapp 90 Euro gegenüber durchschnittlich 74 Euro in der Regelversorgung. 2020 lag das ärztliche Honorar für die teilnehmenden Kinder- und Jugendärzte bei 41,2 Millionen Euro.

Weitere unterstützende Projekte
Flankiert wird das Modul auch durch Versorgungsforschungsprojekte, die im Rahmen des Innovationsfonds vom G-BA finanziell gefördert werden. Aktuelles Beispiel ist das digital gestützte Behandlungsprogramm STARKids unter Federführung der Universität Tübingen und des Gesundheitsamts Stuttgart. Es steht für „Stufenmodell Adipositas-Therapie im Kindes- und Jugendalter“.

Der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Johannes Bauernfeind, ergänzt dazu: „Wie in allen Verträgen liegt der Fokus auch im Pädiatriemodul auf der Behandlungsqualität und deren kontinuierlicher Weiterentwicklung unter Einbeziehung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen bei Versicherten und Ärzten belegt, dass es gemeinsam sehr gut gelungen ist, den modernen und speziellen Anforderungen der Kinder- und Jugendversorgung gerecht zu werden.“

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