In diesem Herbst stehen die Kammerwahlen an. Der Wahlkampf nimmt jetzt Fahrt auf. Denn: Eine starke ärztliche Vertretung in der Selbstverwaltung ist aktuell wichtiger denn je. Der Berufsstand verliert immer mehr an Ansehen und Wertschätzung. Unsere MEDI-Kandidatinnen und -Kandidaten wollen das ändern.
„Die gesundheitspolitischen Entwicklungen sind verheerend für die Ärzteschaft und Psychotherapeutenschaft. Wir sehen ein massives Sparprogramm mit medizinischer Versorgung von der Stange. Umso wichtiger ist es, dass wir mit einer fachübergreifenden Stimme unsere Interessen in der Kammer vertreten. Dafür steht MEDI mit seinen starken Kandidierenden“, betont Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg e. V. Im September und Oktober wird er gemeinsam mit Kandidierenden bei der hybriden Tour de Ländle für das MEDI-Programm werben und sich mit der Ärzteschaft digital und vor Ort austauschen.
Tanja Reiners
» Dr. Bernhard Schuknecht, niedergelassener Orthopäde, stellvertretender Vorsitzender MEDI Baden-Württemberg e. V.:
„Wir brauchen eine starke Stimme in der Ärztekammer. Die ambulante, wohnortnahe, ärztliche und psychotherapeutische Versorgung wird gerade von der Politik mit Füßen getreten – das zeigen die aktuellen Spar- und Reformpläne der
Bundesregierung. Das tägliche Arbeiten in der Praxis wird für uns alle mittlerweile immer mehr zur Belastung statt zur Freude. Die Kammer als Bindeglied zur Politik und zur Bevölkerung muss sich geschlossen, konsequent und klar positionieren – für die Sicherstellung der ambulanten Versorgung. Wir Ärztinnen, Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sitzen alle im gleichen Boot. Das macht MEDI aus: Nur gemeinsam und fachübergreifend können wir etwas erreichen. Innerärztlicher Zwist hilft uns allen nicht weiter. Das nützt nur der Politik und den Kassen. MEDI steht für diesen Zusammenhalt und nicht für Partikularinteressen. Deswegen engagiere ich mich und kandidiere für die Kammer.“
» Dr. med. Bernd Prieshof, niedergelassener Gynäkologe, Geschäftsführender Vorstand MEDI Baden-Württemberg e. V.:
„Ich engagiere mich berufspolitisch, weil wir Niedergelassene Mitverantwortung dafür tragen, die Patientenversorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Die Herausforderungen sind groß: steigende Kosten, Ärztemangel und der zunehmende Fachkräftemangel in den nichtärztlichen Berufen. Um Kosten zu sparen, sollen wir auch einen Beitrag leisten. Darum kommen wir nicht herum. Aber einfach die Honorare zu kürzen, ist für die Motivation nicht hilfreich. Im Gegenteil: Viele werden sich zurückziehen und die Flucht in die Privatmedizin wird sich verstärken. Die aktuellen Gesetzesvorschläge der Politik folgen einer reinen Kostenlogik. Wenn wir das GKV-System retten wollen, brauchen wir neue Versorgungsstrukturen, keinen Rotstift. Mit den Selektivverträgen hat MEDI gezeigt, wie Patientensteuerung effizient gelingen kann. So lassen sich Ressourcen sinnvoll einsetzen, Kosten reduzieren und Versorgungsqualität erhalten. Dafür setze ich mich in Kammer und KV ein und bitte um Ihre Unterstützung!“
» Dr. Anton Radlmayr, niedergelassener Orthopäde und Unfallchirurg, Geschäftsführender Vorstand MEDI Baden-Württemberg e. V.:
„Ich engagiere mich aus Verantwortung für unseren Berufsstand. Die Entwicklungen im Gesundheitswesen – insbesondere die Sparpläne der Regierung sowie die zunehmende Belastung der Ärzteschaft – zeigen deutlicher denn je, dass wir unsere Zukunft nicht anderen überlassen dürfen. Wer täglich Verantwortung für Patientinnen und Patienten übernimmt, braucht politische Rahmenbedingungen, die eine hochwertige Versorgung ermöglichen, statt sie durch Bürokratie und wirtschaftlichen Druck zu behindern. Gerade jetzt braucht es eine starke, unabhängige Vertretung mit klarer Stimme. Deshalb kandidiere ich erneut für die Ärztekammer. Ich möchte mich weiterhin mit Erfahrung, Haltung und Engagement dafür einsetzen, dass ärztliche Freiberuflichkeit, hochwertige Patientenversorgung und die Attraktivität unseres Berufs erhalten bleiben. Berufspolitik bedeutet für mich nicht Kritik von außen, sondern aktives Mitgestalten – mit Verantwortung, Klarheit und Leidenschaft für unsere Medizin.”



