Das MEDI Wahlprogramm
Die Herausforderungen für Ärztinnen und Ärzte aller Fachgruppen im Gesundheitswesen werden immer größer: steigende Bürokratie, staatliche Regulierungen, wachsende Finanzierungslücken durch ein reformbedürftiges GKV-System sowie falsche Anreize und mangelnde Wertschätzung erschweren unsere Arbeit zunehmend.
MEDI Baden-Württemberg e. V.
70565 Stuttgart
Tel.: 0711 80 60 79-0
Fax: 0711 80 60 79-511
info@medi-verbund.de
Unsere Forderungen
1. Haus – und Facharztverträge – die Blaupause aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg zeichnet sich durch Innovation aus – auch im Gesundheitswesen. Unsere langjährig bewährten Versorgungskonzepte – die Haus- und Facharztverträge – sind zukunftsweisend und eine echte Blaupause für eine gesteuerte und moderne Versorgung für ganz Deutschland. Die aktuelle Evaluation der HZV und andere Studien bestätigen unser Erfolgsmodell. Sie zeigen aber auch, dass nur das von MEDI im Original gelebte Modell – die Verknüpfung von HZV mit den Facharztverträgen – in der Versorgung eindeutige Vorteile aufweist. MEDI wird die Verträge für alle Fachgruppen weiter ausbauen, damit die ambulante Versorgung in Baden-Württemberg zukunftsfähig bleibt. Wir brauchen zudem die Entbudgetierung als finanzielles Back-up für alle Fachgruppen.
2. Digitalisierung & KI – mehr Zeit für Medizin
Die staatlich eingesetzten IT-Tools wie beispielsweise der TI-Konnektor oder die elektronische Patientenakte sind unausgereifte Systeme, die die Arbeit in den Praxen zusätzlich stark belasten und in Teilen nicht sicher sind. Das hat MEDI von Anfang an kritisch begleitet – auch juristisch. MEDI fordert von der Politik, auf Sanktionen zu verzichten und mit uns gemeinsam funktionierende IT- und KI-Lösungen zu finden. Wir wissen genau, welche digitalen Lösungen Praxen benötigen und wo KI künftig Praxen effizient entlasten kann. Wir brauchen sichere und effiziente KI-Tools – beispielsweise zur Unterstützung administrativer Aufgaben, aber auch für die digitale Ersteinschätzung für eine bessere Patientensteuerung und eine Entlastung der medizinischen Versorgungsstrukturen.
3. GOÄ – gerecht und dynamisch
Die neue GOÄ soll noch in diesem Jahr kommen. Sie ist nach 30 Jahren längst überfällig, denn die aktuellen Honorare stammen aus dem Jahr 1996. Der neue GOÄ-Entwurf ist jedoch nicht gerecht, weil nicht alle Fachgruppen gleichermaßen profitieren. Wir brauchen eine GOÄ, die die niedergelassene Ärzteschaft stärkt, statt sie zu spalten. Deshalb fordert MEDI Korrekturen bei der neuen GOÄ – mit dynamischen Anpassungsmechanismen, die Inflation sowie steigende Praxis- und Personalkosten aufgrund des wachsenden Fachkräftemangels stetig berücksichtigen.
4. Delegation ärztlicher Leistungen – statt Substitution
MEDI engagiert sich für eine moderne Aus- und Weiterbildung der MFA – federführend für die EFA® (Entlastungsassistenz in der Facharztpraxis). Nichtärztliche akademische Gesundheitsberufe wie die Physician Assistants (PA) oder Community Health Nurses (CHN) bekommen zudem in modernen Teampraxen eine immer größere Bedeutung. Die Delegation ärztlicher Leistungen entlastet die Praxen – die Aus- und Weiterbildung muss gefördert und adäquat finanziert werden. Zudem müssen wichtige Haftungsfragen geklärt werden. MEDI lehnt die Substitution ärztlicher Leistungen, wie sie mit der Apothekenreform geplant ist, strikt ab. Impfungen, medikamentöse Therapien oder medizinische Testungen bedürfen ärztlicher Aufklärung und Beratung.
5. Weiterbildung & Fortbildung – Nachwuchs sichern, Qualität steigern
Im Rahmen zunehmender Ambulantisierung, beispielsweise über Hybrid-DRG, wird es immer wichtiger, auch die Weiterbildung im ambulanten Bereich zu ermöglichen. Dafür benötigen wir eine Finanzierung, die über die aktuelle Form – die Beschränkung auf Fachärztinnen und -ärzte sowie die halbe Deckung aus KV-Mitteln – hinausgeht. MEDI fordert eine externe Finanzierung – zum Beispiel im Rahmen eines Fonds, gespeist aus Beitrags- und Steuergeldern, für stationäre und ambulante Weiterbildung. Zusätzlich müssen im Rahmen der zunehmend erforderlichen Verbundweiterbildungen endlich die sozialversicherungsrechtlichen Probleme, wie beispielsweise die Arbeitnehmerüberlassung, gelöst werden. Zudem brauchen wir praxisnahe und qualitativ hochwertige Fortbildungen, um die Versorgungsqualität stetig zu verbessern.
6. Bürokratie & Regresse – weniger ist mehr
Wir fordern einen konsequenten und schnellen Abbauvon Bürokratie und Überregulierung. Die überbordende Bürokratie hält uns von der wichtigsten Arbeit ab: der medizinischen Versorgung. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte verbringen mittlerweile rund 30 Prozent ihrer Arbeitszeit mit administrativen Aufgaben. MEDI fordert mehr Eigenverantwortung und Vertrauen – statt Kontrolle. Wir benötigen zudem eine angemessene Regressgrenze und die Abschaffung von Einzelfallprüfungen. Der bürokratische Aufwand für Regresse führt zu erheblichen Kosten, die durch Regressbeträge gar nicht kompensiert werden können. Das zeigt, zu welcher Ineffizienz Überregulierung führt.
7. MVZ – unter ärztlicher Leitung
MEDI betreibt seit 2019 ärztlich geführte MVZ und stärkt damit die ambulante Versorgung in Baden-Württemberg, besonders im ländlichen Raum. Unsere MVZ schließen gravierende Versorgungslücken mit moderner ambulanter Medizin und bieten jungen Ärztinnen und Ärzten ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld, in dem sich Familie, Beruf und individuelle Lebensentwürfe gut vereinbaren lassen. In unseren MEDI-MVZ haben angestellte Ärztinnen und Ärzte zudem die Möglichkeit, mehr Verantwortung zu übernehmen und perspektivisch die MVZ als Selbstständige alleinverantwortlich zu führen. Dafür brauchen wir politische Unterstützung: weniger Bürokratie und eine gezielte Förderung gegenüber investorenbetriebenen MVZ, die vor allem wirtschaftliche Interessen verfolgen. Fachgruppen weiter ausbauen, damit die ambulante Versorgung in Baden-Württemberg zukunftsfähig bleibt.
1. Haus- und Facharztverträge - die Blaupause aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg zeichnet sich durch Innovation aus – auch im Gesundheitswesen. Unsere langjährig bewährten Versorgungskonzepte – die Haus- und Facharztverträge – sind zukunftsweisend und eine echte Blaupause für eine gesteuerte und moderne Versorgung für ganz Deutschland. Die aktuelle Evaluation der HZV und andere Studien bestätigen unser Erfolgsmodell. Sie zeigen aber auch, dass nur das von MEDI im Original gelebte Modell – die Verknüpfung von HZV mit den Facharztverträgen – in der Versorgung eindeutige Vorteile aufweist. MEDI wird die Verträge für alle Fachgruppen weiter ausbauen, damit die ambulante Versorgung in Baden-Württemberg zukunftsfähig bleibt. Wir brauchen zudem die Entbudgetierung als finanzielles Back-up für alle Fachgruppen.
2. Digitalisierung & KI - mehr Zeit für Medizin
Die staatlich eingesetzten IT-Tools wie beispielsweise der TI-Konnektor oder die elektronische Patientenakte sind unausgereifte Systeme, die die Arbeit in den Praxen zusätzlich stark belasten und in Teilen nicht sicher sind. Das hat MEDI von Anfang an kritisch begleitet – auch juristisch. MEDI fordert von der Politik, auf Sanktionen zu verzichten und mit uns gemeinsam funktionierende IT- und KI-Lösungen zu finden. Wir wissen genau, welche digitalen Lösungen Praxen benötigen und wo KI künftig Praxen effizient entlasten kann. Wir brauchen sichere und effiziente KI-Tools – beispielsweise zur Unterstützung administrativer Aufgaben, aber auch für die digitale Ersteinschätzung für eine bessere Patientensteuerung und eine Entlastung der medizinischen Versorgungsstrukturen.
3. GOÄ - gerecht und dynamisch
Die neue GOÄ soll noch in diesem Jahr kommen. Sie ist nach 30 Jahren längst überfällig, denn die aktuellen Honorare stammen aus dem Jahr 1996. Der neue GOÄ-Entwurf ist jedoch nicht gerecht, weil nicht alle Fachgruppen gleichermaßen profitieren. Wir brauchen eine GOÄ, die die niedergelassene Ärzteschaft stärkt, statt sie zu spalten. Deshalb fordert MEDI Korrekturen bei der neuen GOÄ – mit dynamischen Anpassungsmechanismen, die Inflation sowie steigende Praxis- und Personalkosten aufgrund des wachsenden Fachkräftemangels stetig berücksichtigen.
4. Delegation ärztlicher Leistungen - statt Substitution
MEDI engagiert sich für eine moderne Aus- und Weiterbildung der MFA – federführend für die EFA® (Entlastungsassistenz in der Facharztpraxis). Nichtärztliche akademische Gesundheitsberufe wie die Physician Assistants (PA) oder Community Health Nurses (CHN) bekommen zudem in modernen Teampraxen eine immer größere Bedeutung. Die Delegation ärztlicher Leistungen entlastet die Praxen – die Aus- und Weiterbildung muss gefördert und adäquat finanziert werden. Zudem müssen wichtige Haftungsfragen geklärt werden. MEDI lehnt die Substitution ärztlicher Leistungen, wie sie mit der Apothekenreform geplant ist, strikt ab. Impfungen, medikamentöse Therapien oder medizinische Testungen bedürfen ärztlicher Aufklärung und Beratung.
5. Weiterbildung & Fortbildung - Nachwuchs sichern, Qualität steigern
Im Rahmen zunehmender Ambulantisierung, beispielsweise über Hybrid-DRG, wird es immer wichtiger, auch die Weiterbildung im ambulanten Bereich zu ermöglichen. Dafür benötigen wir eine Finanzierung, die über die aktuelle Form – die Beschränkung auf Fachärztinnen und -ärzte sowie die halbe Deckung aus KV-Mitteln – hinausgeht. MEDI fordert eine externe Finanzierung – zum Beispiel im Rahmen eines Fonds, gespeist aus Beitrags- und Steuergeldern, für stationäre und ambulante Weiterbildung. Zusätzlich müssen im Rahmen der zunehmend erforderlichen Verbundweiterbildungen endlich die sozialversicherungsrechtlichen Probleme, wie beispielsweise die Arbeitnehmerüberlassung, gelöst werden. Zudem brauchen wir praxisnahe und qualitativ hochwertige Fortbildungen, um die Versorgungsqualität stetig zu verbessern.
6. Bürokratie & Regresse - weniger ist mehr
Wir fordern einen konsequenten und schnellen Abbau von Bürokratie und Überregulierung. Die überbordende Bürokratie hält uns von der wichtigsten Arbeit ab: der medizinischen Versorgung. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte verbringen mittlerweile rund 30 Prozent ihrer Arbeitszeit mit administrativen Aufgaben. MEDI fordert mehr Eigenverantwortung und Vertrauen – statt Kontrolle. Wir benötigen zudem eine angemessene Regressgrenze und die Abschaffung von Einzelfallprüfungen. Der bürokratische Aufwand für Regresse führt zu erheblichen Kosten, die durch Regressbeträge gar nicht kompensiert werden können. Das zeigt, zu welcher Ineffizienz Überregulierung führt.
7. MVZ - unter ärztlicher Leitung
MEDI betreibt seit 2019 ärztlich geführte MVZ und stärkt damit die ambulante Versorgung in Baden- Württemberg, besonders im ländlichen Raum. Unsere MVZ schließen gravierende Versorgungslücken mit moderner ambulanter Medizin und bieten jungen Ärztinnen und Ärzten ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld, in dem sich Familie, Beruf und individuelle Lebensentwürfe gut vereinbaren lassen. In unseren MEDI-MVZ haben angestellte Ärztinnen und Ärzte zudem die Möglichkeit, mehr Verantwortung zu übernehmen und perspektivisch die MVZ als Selbstständige alleinverantwortlich zu führen. Dafür brauchen wir politische Unterstützung: weniger Bürokratie und eine gezielte Förderung gegenüber investorenbetriebenen MVZ, die vor allem wirtschaftliche Interessen verfolgen. Fachgruppen weiter ausbauen, damit die ambulante Versorgung in Baden-Württemberg zukunftsfähig bleibt.
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