MVZ Aalen: Hand in Hand mit MFA

Seit Mitte Februar freuen sich die Kolleginnen und Kollegen des MEDI-MVZ Aalen über großzügige neue Räumlichkeiten. Das Arbeiten auf 400 Quadratmetern für rund 14.000 Patienten im Jahr ist nicht nur wesentlich effizienter, sondern es hält auch das Team fit, erzählt der ärztliche Leiter und Facharzt für Allgemeinmedizin Christian Baumann in unserem Interview.

MEDI: Herr Baumann, wie fühlen Sie sich in den neuen Praxisräumen?

Baumann: Das Ambiente ist toll, alles ist neu, großzügig und puristisch. Vorher war es sehr beengt. Die Anmeldung war direkt im Flur, sodass es keine Privatsphäre gab. Wir hatten 100 Quadratmeter Praxisfläche, jetzt haben wir rund 300 Quadratmeter mehr und verfügen über sieben Sprechzimmer und weitere Untersuchungs- und Funktionsräume. Unsere MFA haben gemessen, dass sie an einem Tag schon so viele Schritte machen, wie vorher in einer Woche (lacht). Unsere Psychotherapeutin hat einen eigenen Raum für ihre Gespräche. Und wir haben ein eigenes Telefonzimmer, um Datenschutz und Privatsphäre zu sichern.

MEDI: Was sagen die Patientinnen und Patienten?

Baumann: Die geben uns sehr positive Rückmeldungen. Jetzt müssen wir die Räume nur noch ein bisschen mit Leben füllen. Wir schauen uns aktuell nach lokalen Künstlern um, die in unserer Praxis ausstellen können.

MEDI: Wie hat sich die Praxisorganisation nach dem Umzug verändert?

Baumann: Früher hatte jeder Arzt sein eigenes Sprechzimmer. Jetzt haben wir ein rollierendes System und nutzen alle sieben Räume, die uns zur Verfügung stehen. Wir sind immer zu zweit in der Sprechstunde, sodass jeder auf drei Zimmer zugreift. Die Patienten werden von den MFA direkt ins Sprechzimmer gebracht. Gerade in der Coronapandemie hat das große Vorteile. Die Zimmer sind alle nach dem gleichen System eingerichtet, sodass man nicht jedes Mal nach Instrumenten oder Hilfsmitteln suchen muss. Also, in Schublade zwei ist in Zimmer eins das Gleiche drin wie in Zimmer vier.

MEDI: Wie binden Sie Ihre MFA ein?

Baumann: Wir können jetzt viel effizienter arbeiten, weil die MFA eigene Aufgaben selbstständig übernehmen können. Sie können parallel zur Sprechstunde Blut abnehmen und vorab Blutdruck messen, Impfpass und Anamnese prüfen und für uns Ärzte alles für die Sprechstunde vorbereiten. Wir arbeiten Hand in Hand mit den MFA.

MEDI: In der Lokalpresse wurde beim Bau des MVZ von der „schnellsten Baustelle Aalens“ gesprochen.

Baumann: Es hat erst sehr lange gedauert, bis die Stadt Aalen einen geeigneten Standort gefunden hat, das war politisch nicht einfach. Es wurde dann aber eine sehr gute Option gefunden – direkt an einer Verbindungsstraße zur Stadt, mit ein bisschen Grün herum und rund 15.000 Menschen, die in unserem direkten Einzugsgebiet leben. Der Bau ging dann doch recht zügig.

MEDI: Welche Vorteile bietet die Infrastruktur des neuen Gebäudes?

Baumann: Vor allem Barrierefreiheit. Ich habe viele Jahre in Australien praktiziert, da ist das Standard. In Deutschland leider nicht. Viele Praxen haben eine schlechte Zugänglichkeit. Unser Eingangsbereich ist ebenerdig – ohne Schwellen. Wir haben einen Aufzug und eine Behindertentoilette. Und direkt vor der Tür eine Bushaltestelle. Wir müssen jetzt nicht mehr so viele Hausbesuche machen. In unserem Gebäude ist aktuell noch einiges im Aufbau. Die Apotheke ist mit uns zeitlich gestartet, eine physiotherapeutische Praxis, ein Sanitätshaus und eine Zahnarztpraxis werden folgen. Wir hoffen, dass noch Fachärzte dazu kommen, damit die Patienten hier künftig eine ganzheitliche Versorgung erhalten.

Tanja Reiners

Social Media

Folgen Sie uns auf unseren Plattformen.

Messenger-Service

Erhalten Sie Neuigkeiten von MEDI direkt per App „Notify“ auf Ihr Smartphone.

Aktuelle MEDI-Times

MEDI-Newsletter

Mit dem kostenfreien MEDI-Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Themen und die neuesten Angebote. Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden!

Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.*

Auf Facebook kommentieren!

0 Kommentare

Einen Kommentar zum Thema schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Fünf Jahre Urologievertrag der AOK Baden-Württemberg: Das Konzept funktioniert

Fünf Jahre Urologievertrag der AOK Baden-Württemberg: Das Konzept funktioniert

Bei sensiblen Erkrankungen wie Blasenschwäche oder Prostatakrebs ist ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis eine wesentliche Voraussetzung für eine höhere Versorgungsqualität. Genau dort setzt der am 1. Oktober 2016 gestartete Vollversorgungsvertrag von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK an: Neben moderner Apparatemedizin profitieren die Versicherten davon, dass der behandelnde Arzt mehr Zeit für Information, Beratung und gemeinsame Entscheidungsfindung hat.

Kommunikation schwerer Diagnosen: „Sich trauen, zu fragen“

Kommunikation schwerer Diagnosen: „Sich trauen, zu fragen“

Die Übermittlung einer schweren Diagnose stellt nicht nur für Patienten eine Ausnahmesituation dar, sondern auch für Ärzte. Wie kann das schwierige Gespräch für beide Seiten der Situation entsprechend gut verlaufen? MEDI hat sich bei Experten umgehört.

Im HZV-Kinder- und Jugendarztmodul der AOK nehmen 600 Ärzte teil

Im HZV-Kinder- und Jugendarztmodul der AOK nehmen 600 Ärzte teil

Aktuell versorgen 600 Kinder- und Jugendärzte inklusive angestellter Ärzte, Praxispartner und Sicherstellungsassistenten rund 215.000 junge Versicherte – und pro Quartal kommen durchschnittlich 5.000 neue dazu. Das eigenständige Pädiatriemodul im Vertrag der hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg verbindet spezifische Früherkennungs- und Versorgungsleistungen mit einem fairen Honorar. Im achten Jahr nach seinem Start macht das Modul bei vielen Praxen einen nicht mehr wegzudenkenden Patienten- und Honoraranteil aus.