So geht das: AU-Bescheinigungen für erkältete Patienten

Patientinnen und Patienten mit Erkältungssymptomen sollen nicht in die Praxis kommen und können bis zu zwei Wochen zu Hause bleiben. Sie brauchen also AU-Bescheinigungen. Wie organisiert man den Ablauf?

Lösung:
Die Tür zur Praxis wird verschlossen, ein Aushang informiert darüber, dass Patienten mit Erkältungssymptomen sich telefonisch in der Praxis melden sollen. Die MFA fragt mit einem standardisierten Fragenkatalog ab, ob der Patient so schwere Symptome hat, dass weitere Maßnahmen (Corona-Test, Klinik, Notarzt) nötig sind. Wenn eine AU-Bescheinigung ausreichend ist, druckt sie diese aus und informiert den Patienten, wo ein gesunder Angehöriger die Bescheinigung abholen kann.

Alternativ: Die Bescheinigung wird per Post verschickt. Dann kann die Gebührenordnungsposition 40122 (0,90 Euro) berechnet werden.

Falls der Patient im betreffenden Quartal noch nicht in der Praxis war, kann die Bescheinigung nach Telefonkontakt mit der Gebührenordnungsposition 01435 (88 Punkte/9,67 Euro) abgerechnet werden. (Quelle: KBV)

Kommentar:
„Leider gibt es einige Patientinnen und Patienten, die trotz aller Hinweise zur Praxis kommen und ihre AU-Bescheinigung abholen wollen“, sagt Dr. Michael Eckstein, stellvertretender Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. „Je nach den räumlichen Verhältnissen ist zu entscheiden, ob es einen Ort für die Übergabe außerhalb der Praxis gibt. Keinesfalls dürfen Erkältungs-Patienten durch die Praxistür kommen. In vielen Fällen kann die AU-Bescheinigung auch mit der Post verschickt werden.“

Bitte beachten: Das Wissen über das neue Coronavirus wächst, der Wissensstand verändert sich manchmal sehr schnell. Informationen haben also in Zeiten von Corona eine kurze Halbwertszeit. Wir bemühen uns, jede praktikable Idee bis ins letzte Detail auch daraufhin zu prüfen, ob sie juristisch tragfähig ist. Unterstützen Sie uns mit Ihren Hinweisen und Tipps – danke!

Social Media

Folgen Sie uns auf unseren Plattformen.

Messenger-Service

Erhalten Sie Neuigkeiten von MEDI direkt per App „Notify“ auf Ihr Smartphone.

Aktuelle MEDI-Times

MEDI-Newsletter

Mit dem kostenfreien MEDI-Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Themen und die neuesten Angebote. Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden!

Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.*

Auf Facebook kommentieren!

0 Kommentare

Einen Kommentar zum Thema schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Rückschritt in die Budgetierung ist der falsche Weg

Als „deutlichen Schritt zurück in vergangene Zeiten“ bezeichnet Dr. Karsten Braun, Orthopäde und Unfallchirurg und Spitzenkandidat von MEDI Baden-Württemberg e. V. bei den KVBW-Wahlen 2022, die von Ge...

Hochwertige Terminplaner

Diesen Juli können unsere Mitglieder den Med+Org® Terminplaner 2023 zum Vorteilspreis bestellen. Für Ihr professionelles Zeitmanagement gibt es den Planer in einer vier- oder sechsspaltigen Ausgabe.

10 Jahre selektivvertragliche Psychotherapie steht bundesweit für richtungsweisende Versorgung

10 Jahre selektivvertragliche Psychotherapie steht bundesweit für richtungsweisende Versorgung

Kürzere Wartezeiten, genauere Diagnostik, mehr und neue Therapieangebote für individuellere Behandlungen ohne Anträge und Gutachten bei hoher Behandlungsqualität. Diese Versprechen erfüllt das Psychotherapiemodul im PNP-Vertrag der AOK Baden-Württemberg seit Beginn im Juli 2012. Im Ergebnis können so mehr Patientinnen und Patienten schneller und besser diagnostiziert und behandelt werden. Der Therapiebedarf bei psychischen Erkrankungen ist nach wie vor sehr hoch. So wird pro Jahr etwa jeder neunte AOK-Versicherte mit der gesicherten Diagnose Depression behandelt. Der Vertrag ist auch Vorbild für die Regelversorgung, die nach und nach einiges übernommen hat. Dass der Vertrag bei den Psychotherapeutinnen und -therapeuten sehr gut ankommt, belegen auch die kontinuierlich steigenden Teilnehmerzahlen. Landesweit nehmen derzeit 953 Therapeutinnen und Therapeuten inklusive Angestellter teil.

Rückschritt in die Budgetierung ist der falsche Weg

Rückschritt in die Budgetierung ist der falsche Weg

Als „deutlichen Schritt zurück in vergangene Zeiten“ bezeichnet Dr. Karsten Braun, Orthopäde und Unfallchirurg und Spitzenkandidat von MEDI Baden-Württemberg e. V. bei den KVBW-Wahlen 2022, die von Gesundheitsminister Lauterbach angekündigte Abschaffung der Entbudgetierung von TSVG-Neupatientinnen und -patienten.

Hochwertige Terminplaner

Hochwertige Terminplaner

Diesen Juli können unsere Mitglieder den Med+Org® Terminplaner 2023 zum Vorteilspreis bestellen. Für Ihr professionelles Zeitmanagement gibt es den Planer in einer vier- oder sechsspaltigen Ausgabe.