Hinschmeißen statt hinnehmen: MEDI-Arzt gibt Kassenzulassung zurück

Der Kinderarzt Dr. Volker Bothe aus Schwetzingen fühlt sich vom Gesundheitssystem drangsaliert und gibt seinen Kassensitz auf. In diesem Jahr haben sich die Gründe dafür gehäuft.

Den TI-Konnektor hat er verweigert. Dafür nimmt Bothe Honorarkürzungen in Kauf. Der Zwang zu offenen Sprechstunden und die verpflichtende Teilnahme am Terminservicestellensystem beeinträchtigen den bislang reibungslosen Ablauf seiner Kinderarztpraxis. Regressforderungen haben in der Vergangenheit seine unternehmerische Sicherheit bedroht. Vor vier Wochen hat der MEDI-Arzt, der auch an der hausarztzentrierten Versorgung teilgenommen hat, tabula rasa gemacht und seine Kassenzulassung zurückgegeben.

Die Gründe für seine Entscheidung hat Bothe auf der Praxiswebsite veröffentlicht. Die Eltern seiner kleinen Patienten haben Verständnis. Dennoch bedauern sie es, einen so guten Kinderarzt verloren zu haben. Eine Mutter hat ihrem Ärger in einem offenen Brief an Gesundheitsminister Spahn Luft gemacht. Er wurde im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Viele Ärzte haben Bothe daraufhin kontaktiert. Seine Entscheidung können sie nachvollziehen. Einer sagt: „Unter Spahn sind die Bedingungen für uns niedergelassene Ärzte unerträglich geworden.“ Auch er hat Konsequenzen gezogen und seine Kassenzulassung zurückgegeben.

In unserem Video-Interview erläutert Dr. Volker Bothe seine Gründe für die Rückgabe der Kassenzulassung.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Social Media

Folgen Sie uns auf unseren Plattformen.

Messenger-Service

Erhalten Sie Neuigkeiten von MEDI direkt per App „Notify“ auf Ihr Smartphone.

Aktuelle MEDI-Times

MEDI-Newsletter

Mit dem kostenfreien MEDI-Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Themen und die neuesten Angebote. Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden!

Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.*

Auf Facebook kommentieren!

0 Kommentare

Einen Kommentar zum Thema schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

MEDI GENO unterstützt Proteste der Medizinischen Fachangestellten

Der bundesweite Ärzteverbund MEDI GENO Deutschland e. V. unterstützt die geplante Protestaktion des Verbands medizinischer Fachberufe e. V. am kommenden Mittwoch vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte fordern mit großer Unterstützung aus der niedergelassenen Ärzteschaft angemessene Gehälter und mehr Wertschätzung ihrer Leistungen. MEDI engagiert sich seit vielen Jahren für eine adäquate Bezahlung und die Qualifizierung von MFA.

AOK-Versicherte geben Selektivverträgen Top-Noten

Nach über 13 Jahren Laufzeit bestätigen 94,3 Prozent der am Hausarztprogramm der AOK Baden-Württemberg teilnehmenden Befragten in einer Prognos-Umfrage den Vertragspartnern eine hohe Zufriedenheit mit der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV). Damit setzt sich die Serie an sehr positiven Evaluations- und Befragungsergebnissen aus den Jahren 2018 und 2019 auf diesem hohen Niveau fort.

MEDI-Imagebroschüre: Alle Leistungen auf einen Blick

Von Praxisbedarf, über Selektivverträge bis zur IT – MEDI bietet neben der politischen Standesvertretung umfangreiche Leistungen für Ärztinnen und Ärzte an. In unserer neuen Imagebroschüre haben wir unsere Angebote alle zusammengefasst.