EU-DSGVO: Hier drohen saftige Geldstrafen

Was viele Arztpraxen immer noch nicht wissen: Wer trotz gesetzlicher Verpflichtung keine/n Datenschutzbeauftragte/n benennt, dem drohen bis zu 10 Mio. Euro Bußgeld! MEDI-Rechtsexpertin Angela Wank erklärt die Details.

Wenn Sie gesetzlich zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten verpflichtet sind, sollten Sie bereits einen Datenschutzbeauftragten benannt haben. Haben Sie das verspätet getan oder bis heute unterlassen, müssen Sie mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 10 Millionen Euro oder zwei Prozent des Jahresumsatzes rechnen. Bislang haben die Behörden den Strafrahmen mit bis zu 20 Prozent ausgeschöpft.

Sollten Sie bei der zuständigen Behörde noch keinen Datenschutzbeauftragten gemeldet haben, empfehlen wir Ihnen dringend, das dringend nachzuholen. In Baden-Württemberg melden Sie ihre/n Datenschutzbeauftragte/n einfach online.

Ob sie zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten verpflichtet sind, lesen Sie im Artikel “Muss ich in meiner Praxis eine/n Datenschutzbeauftragte/n benennen?”

 

Rechtsassessorin Angela Wank hat Rechtswissenschaften in Erlangen-Nürnberg und Tübingen studiert. Das Referendariat absolvierte sie am Landgericht Hechingen und beendete ihre juristische Ausbildung mit dem 2. Staatsexamen. Auf den Gesundheitsbereich hat sie sich bei der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg in Stuttgart und der KVBW in Freiburg spezialisiert. Als Rechtsreferentin der MEDIVERBUND AG ist die Juristin auch Ansprechpartnerin für Rechtsfragen von MEDI-Mitgliedern.
Sie haben eine rechtliche Frage? Wenden Sie sich an wank(at)medi-verbund.de.

Social Media

Folgen Sie uns auf unseren Plattformen.

Messenger-Service

Erhalten Sie Neuigkeiten von MEDI direkt per App „Notify“ auf Ihr Smartphone.

Aktuelle MEDI-Times

MEDI-Newsletter

Mit dem kostenfreien MEDI-Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Themen und die neuesten Angebote. Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden!

Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.*

Auf Facebook kommentieren!

0 Kommentare

Einen Kommentar zum Thema schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Die Weiterbildung zur EFA® hat vieles leichter gemacht

Die Weiterbildung zur EFA® hat vieles leichter gemacht

Iris Bernkopf ist MFA – und Kardio-EFA®, Entlastungsassistentin in der Facharztpraxis. Sie beteiligt sich in einer Arbeitsgruppe an der Entwicklung eines Manuals für EFA® und hat Tipps für alle MFA, die die Weiterbildung anpeilen.

Polizei am Praxisempfang: Durchsuchung!

Polizei am Praxisempfang: Durchsuchung!

Mitten in der Sprechstunde werden Sie an den Empfang gerufen, weil mehrere Polizisten die Praxis durchsuchen wollen. Diesen Super-GAU können Sie nur beherrschen, wenn Sie darauf vorbereitet sind – und Ihre Rechte kennen. Was tun? Tipps von Strafverteidiger Matthias Klein, der sich als Fachanwalt für Strafrecht und Medizinrecht auf den Gesundheitssektor spezialisiert ist.

Digitale Psychotherapie: „Künstliche Situation“

Digitale Psychotherapie: „Künstliche Situation“

Seit der Pandemie leben wir alle in einem ständigen Remote-Zustand. Digitale Veranstaltungen sind das neue Normal. Auch die Videosprechstunde ist aus dem Praxisalltag nicht mehr wegzudenken und mittlerweile fester Bestandteil der Selektivverträge. Was viele Vorteile und Nutzen hat, ist aber auch in manchen Bereichen sehr behutsam einzusetzen – wie beispielsweise in der Psychotherapie, weiß Dr. Michael Ruland, Hausarzt, Psychotherapeut und stellvertretender MEDI-Vorstandsvorsitzender.