IT-Service: „Die Praxen müssen sich um nichts mehr kümmern“

Für einen effizienten und reibungslosen Praxisablauf bedarf es eines kompetenten IT-Dienstleisters. Die MVZs von MEDI werden seit Betriebsbeginn erfolgreich von der Hinrichs IT-Service GmbH in Friedrichshafen betreut. Das Virtual Desktop Hosting macht die komplette Verwaltung der Praxisarbeitsplätze möglich. Wie das funktioniert, erzählt Geschäftsführer Jan Hinrichs im MEDI-Interview.

MEDI-Blog: Welche Dienstleistungen bieten Sie speziell für Arztpraxen an?

Hinrichs: Wir bieten Virtual Desktop Hosting an. Das bedeutet, dass Arbeitsplätze in den Praxen komplett in unserem Rechenzentrum oder auf den Servern vor Ort in den Praxen von uns verwaltet und betreut werden. Internet, Telefonanschluss, Netzwerkinfrastruktur – wir bieten einen Full Service an, sodass die Praxen sich um nichts mehr kümmern müssen. Und: Wir haben eine tägliche Support-Hotline von 7 bis 19 Uhr und eine 24-Stunden Notfall-Hotline für die MVZ-Geschäftsführer.

Des Weiteren bieten wir auch Softwareentwicklungen an. Das bedeutet, dass wir individuelle Tools programmieren können, die den Praxisalltag erleichtern – wie die Überwachung der Telefonanlage.

MEDI-Blog: Datensicherheit ist in Arztpraxen ein großes Thema. Was muss man dabei in Sachen IT beachten?

Hinrichs: Der Schutz von Patientendaten ist das wichtigste Thema. Deshalb arbeiten wir mit Smartcard-Authentifizierung in dem MEDI-MVZs. Jeder Mitarbeiter in der Praxis erhält eine Chipkarte und eine PIN-Nummer. Der Benutzer steckt die Karte in die Tastatur und authentifiziert sich mit der PIN. Somit hat der Mitarbeiter Zugriff auf seinen persönlichen Desktop – auf allen Computern in der Praxis. Im MVZ in Klosterreichenbach sind das beispielsweise 18 virtuelle Arbeitsplätze, über die jeder Mitarbeiter überall in der Praxis Zugriff auf das Praxisverwaltungssystem bekommt. Sobald die Karte aus der Tastatur gezogen wird, wird die Verbindung zum Server getrennt. Die Computer sind gesperrt und somit erhält kein anderer Zugang zu den Daten. Ein weiterer Vorteil: Alle Vorgänge und Dokumentationen der Patientendaten sind nachvollziehbar und können eindeutig den Benutzern zugeordnet werden.

Wichtig ist auch, dass alle Dokumente digitalisiert werden. Faxe kommen digital an. Briefe werden eingescannt, damit keine Patientenunterlagen im Behandlungszimmer offen herumliegen.

MEDI-Blog: Was hat sich für Sie in Bezug auf die DSGVO geändert?

Hinrichs: Wir schließen mit unseren Kunden immer einen Vertrag über die Auftragsdatenverarbeitung ab – das ist die rechtliche Grundlage für die Kundenbeziehung. Die Datensicherheit ist für uns das höchste Gut. Diese Regelungen waren für uns schon immer gültig. Deshalb hat sich für uns hinsichtlich der DSGVO nicht viel verändert.

MEDI-Blog: Sie betreuen auch die MEDI-MVZs. Was ist in den großen Praxen mit mehreren Ärzten zu beachten?

Hinrichs: Wenn sich mehrere Ärzte zu einem MVZ zusammenschließen, müssen alle Daten migriert werden. Sie müssen aus mehreren alten Systemen in ein gemeinsames System überführt werden. Für die Praxisdaten macht das der Hersteller der Praxisanwendung. Wir kümmern uns um das Zusammenführen des Mailverkehrs und anderer Dokumente auf ein gemeinsames System.

Unsere Server stehen in unserem Rechenzentrum in Deutschland, die MVZs mieten bei uns virtuelle Server. Das hat den Vorteil, dass sich die MVZs nicht mehr um Server Hardware kümmern müssen. Ebenso gehören die Installation von Updates, Verwaltung der Firewalls, Bereitstellung des Virenschutz und das tägliche Backup zu unserem Service.

Die Praxen arbeiten mit sogenannten Thin Clients. Das sind Mini-Computer, welche nur die Darstellung des Bildes der virtuellen Server übernehmen und die Eingaben an diesen übermittelt. Wenn ein Thin Client nicht mehr richtig funktioniert, kann dieser vom Praxispersonal vor Ort einfach getauscht werden. Wir müssen somit seltener vor Ort sein.

Auch das Arbeiten von unterwegs, Zuhause oder beispielsweise von einem Pflegeheim aus ist über eine gesicherte Verbindung ins Rechenzentrum möglich.

MEDI-Blog: Was gibt es in Praxisabläufen noch zu beachten?

Hinrichs: Die Verfügbarkeit ist in Praxen sehr wichtig. Deshalb nutzen wir Systeme die redundant aufgebaut sind, damit die Verfügbarkeit immer gesichert ist. Auf Wunsch kann auch eine redundante Internetverbindung vor Ort realisiert werden.

Unser Service bietet den Praxen den erheblichen Vorteil, dass sie sich im Falle von Störungen der IT nur noch an einen Ansprechpartner wenden müssen – an uns. Wir setzen uns dann mit den entsprechenden Unternehmen in Verbindung und sorgen für die Behebung der Störung.

Tanja Reiners

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1 Kommentar

  1. Thomas Helber

    Irgendwie ist hier etwas hochgelobt gut versteckt: Der Server sitzt nach meiner Einschätzung irgendwo in Deutschland. Das heißt ich bin mit meiner EDV immer von der Funktion dieses Servers abhängig und habe meine Daten nicht mehr in meiner Praxis vor Ort zur Verfügung.

    Das ist für mich als Arzt so nicht akzeptabel, auch wenn es in vielen Bereichen bereits Alltag sein mag.

    Was mache bei “lahmem Internet” – was ich hier bei meinen beiden Anbietern immer wieder erlebt habe ? Dann drehen meine Damen am Quartalsbeginn Daumen oder wir trinken mit unseren Patienten einen oder gleich zwei Tassen Kaffee, bis die Daten zum “Zentralserver” durch und ausgetauscht sind ? Nein Danke !! Es ist so bereits oft genug schlimm !! ‘Wir kennen das von unserer HzV-Vertrags-Abfrage, die uns zu Quartalsbeginn oft genug lange genug warten läßt, sodass wir dazu übergegangen sind, die VK am Besuchs-Lesegerät einzulesen und später erst in die EDV einzulesen … :-O

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