600 Ärzte und Therapeuten schätzen den Psychotherapievertrag der TK

Als die “besondere psychotherapeutische Versorgung” im April letzten Jahres gestartet ist, waren 330 Behandler zur Versorgung der TK-Versicherten in Baden-Württemberg zugelassen. Inzwischen hat sich ihre Zahl fast verdoppelt.

„Offensichtlich bieten wir den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten einen attraktiven Vertrag außerhalb des KV-Systems an“, freut sich Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, über diese Entwicklung.

MEDI-Chef Dr. Werner Baumgärtner ergänzt Vogts Einschätzung: „Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine höhere Vergütung als in der Regelversorgung, mehr Therapiefreiheit durch ein erweitertes Spektrum von Therapieverfahren und der Wegfall bürokratischer Antrags- und Genehmigungsverfahren sind überzeugende Argumente.“ Einen weiteren Pluspunkt sieht Baumgärtner darin, dass gerade auch die Leistungen in der Kurzzeittherapie für die Psychotherapeuten und -therapeutinnen besser bezahlt werden als im Kollektivvertrag.

Auch aus der Perspektive der Patientinnen und Patienten ist eine psychotherapeutische Versorgung im Rahmen der Vereinbarung mit deutlichen Vorteilen verbunden. Durch die große Zahl teilnehmender Ärzte und Therapeuten, die gut auf ganz Baden-Württemberg verteilt sind, sind keine langen Anfahrtswege notwendig.

„Wir sind froh, unseren Patienten ein breites Spektrum an Therapieverfahren unter modernen Servicestandards bieten zu können“, betont Vogt und ergänzt: „Klare Fristen reduzieren die Wartezeiten auf eine Behandlung. Der Erstkontakt erfolgt, wenn möglich, innerhalb von zwei Wochen nach der Anmeldung, in dringenden Fällen sogar innerhalb von drei Tagen. Bis heute haben sich fast 10.000 Versicherte der Techniker Krankenkasse in den Vertrag eingeschrieben.

Um dies zu ermöglichen, müssen die am Vertrag teilnehmenden Behandler von Montag bis Freitag mindestens 20 Stunden erreichbar sein und Abendtermine für berufstätige Patienten anbieten.

 

Wer darf teilnehmen?
Teilnahmeberechtigt sind neben psychologischen Psychotherapeuten und Psychotherapeuten für Kinder und Jugendliche auch Fachärzte für Neurologie, Nervenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie, psychosomatische Medizin und Psychotherapie, psychotherapeutische Medizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Außerdem können sich Vertragsärzte bewerben, die gemäß den Bedarfsplanungsrichtlinien ausschließlich psychotherapeutisch tätig sind.

Social Media

Folgen Sie uns auf unseren Plattformen.

Messenger-Service

Erhalten Sie Neuigkeiten von MEDI direkt per App „Notify“ auf Ihr Smartphone.

Aktuelle MEDI-Times

MEDI-Newsletter

Mit dem kostenfreien MEDI-Newsletter informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Themen und die neuesten Angebote. Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden!

Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.*

Auf Facebook kommentieren!

0 Kommentare

Einen Kommentar zum Thema schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommunikation schwerer Diagnosen: „Sich trauen, zu fragen“

Kommunikation schwerer Diagnosen: „Sich trauen, zu fragen“

Die Übermittlung einer schweren Diagnose stellt nicht nur für Patienten eine Ausnahmesituation dar, sondern auch für Ärzte. Wie kann das schwierige Gespräch für beide Seiten der Situation entsprechend gut verlaufen? MEDI hat sich bei Experten umgehört.

Im HZV-Kinder- und Jugendarztmodul der AOK nehmen 600 Ärzte teil

Im HZV-Kinder- und Jugendarztmodul der AOK nehmen 600 Ärzte teil

Aktuell versorgen 600 Kinder- und Jugendärzte inklusive angestellter Ärzte, Praxispartner und Sicherstellungsassistenten rund 215.000 junge Versicherte – und pro Quartal kommen durchschnittlich 5.000 neue dazu. Das eigenständige Pädiatriemodul im Vertrag der hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg verbindet spezifische Früherkennungs- und Versorgungsleistungen mit einem fairen Honorar. Im achten Jahr nach seinem Start macht das Modul bei vielen Praxen einen nicht mehr wegzudenkenden Patienten- und Honoraranteil aus.