Investieren Sie früh genug in Ihre Vorsorge!

Was ist das größte Vermögen, über das Sie verfügen? Eine Immobilie, Sparbücher oder eine Lebensversicherung? Diese Geldanlagen sind wertvoll. Aber Versicherungsmakler Wolfgang Schweikert von der MEDI GENO-Assekuranz warnt davor, den Wert der Arbeitsfähigkeit zu unterschätzen!Manche Menschen realisieren den Wert ihrer Arbeitsfähigkeit leider erst dann, wenn sie durch eine Krankheit oder einen Unfall eingeschränkt wird. Plötzlich ist nichts mehr wie vorher, die Lebenspläne zerbröckeln, der bisherige Lebensstandard ist nicht mehr finanzierbar. Das ist bitter für den Betroffenen und die Familie.Stichtag 1.1.1961Finanziell betrachtet ist der Verlust der Arbeitskraft umso größer, je früher er entsteht. Ein wichtiger Stichtag ist der 1.1.1961: Wer spätestens an diesem Tag auf die Welt gekommen ist, kann noch eine Rente mit Berufsschutz erhalten. Diese Versorgung wird auch als „Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit“ bezeichnet, sie ist im § 240 SGB VI geregelt. Wer jedoch nach dem 1.1.1961 geboren ist, hat verglichen mit den früheren Jahrgängen nur noch einen sehr eingeschränkten gesetzlichen Versicherungsschutz. Wer keinem Kammerberuf angehört, erhält vom Staat nur noch eine zweistufige Erwerbsminderungsrente.

  • Die volle Erwerbsminderungsrente bekommt man nur, wenn man in keinem Beruf mehr als 3 Stundentäglich arbeiten kann.
  • Dabei beträgt die volle Erwerbsminderungsrente in der Regel weniger als ein Drittel des letztenBruttogehalts.
  • Wer 3 bis 6 Stunden am Tag arbeiten kann, bekommt nur eine halbe Erwerbsminderungsrente.

VersorgungswerkAls Angehöriger des ärztlichen Versorgungswerks ist eine Berufsunfähigkeit zwar grundsätzlich abgesichert. Allerdings ist bereits die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente meistens nicht ausreichend, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Und eine dauerhafte Berufsunfähigkeitsrente bekommt man vom Versorgungswerk nur dann, wenn die ärztliche Berufstätigkeit eingestellt werden musste. Konkret kann das so aussehen: Ein Arzt, der beispielsweise wegen einer Sehbehinderung nicht mehr praktizieren kann, könnte trotzdem noch im Callcenter arbeiten und würde deshalb keine Leistungen aus dem Versorgungswerk erhalten.Je jünger, desto mehr VorsorgeJüngere Menschen sind heute also weniger komfortabel abgesichert. Und die nächste Generation? Wer Familie hat, sollte sich frühzeitig fragen, wie es um die Absicherung von Familienmitgliedern bezüglich einer Berufsunfähigkeit steht. Angehörige von Nichtkammerberufen müssen grundsätzlich 60 Pflichtbeiträge nachweisen, außerdem müssen sie in den letzten 36 Monaten ununterbrochen eingezahlt haben, damit überhaupt ein Leistungsanspruch entsteht. „Damit entfällt dieser gesetzliche Schutz logischerweise für Schüler, Studenten, Auszubildende und Berufseinsteiger ohne Eigeninitiative“, fasst Schweikert zusammen. Außerdem warnt er vor einer weiteren Versorgungslücke: „Bei der Risikoprüfung geht der Versicherungsmarkt bereits seit 2009 ganz neue Wege“, weiß er. Seiner Erfahrung nach sind quasi nur noch gesunde Menschen uneingeschränkt privat gegen Berufsunfähigkeit versicherbar. „Als größte Hürde muss man inzwischen psychische Erkrankungen ansehen“, warnt der Versicherungsmakler. Selbst wenn ein Kind etwa wegen ADS oder ADHS eine Zeit lang psychotherapeutisch behandelt wurde, kann dies zu einem K.o. Kriterium für eine vollwertige Berufsunfähigkeitsversicherung werden! Diesem Gedanken folgend, sollten Kinder im Idealfall versichert werden, bevor eine solche Diagnose gestellt wird. Auch der Zeitpunkt, wann eine Entscheidung für Studium und Beruf getroffen wird, ist versicherungstechnisch ein wichtiger Termin. Bestimmte Berufe gelten als Risikoberufe und sind nur sehr teuer zu versichern. „Schüler oder auch Studenten werden dagegen deutlich preiswerter eingestuft“, sagt Schweikert und rät dazu, Versicherungen vor Beginn der Berufsausbildung abzuschließen. Ganz wichtig findet er den Abschluss einer vollwertigen Berufsunfähigkeitsversicherung – nicht nur einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung.Wie findet man die richtige Versicherung?„Natürlich bei einem neutralen Makler“, lacht Schweikert. Ansonsten sei die Wahl des Anbieters für den Laien quasi schon ein Lotteriespiel. „Alle Produkte am Markt bekommen von den Ratingagenturen nur Bestbewertungen“, berichtet er und ergänzt: „Es lohnt sich jedoch, die allgemeinen Geschäftsbedingungen sehr genau zu lesen, weil so für den Versicherten zu erkennen ist, bei wem die höchste Wahrscheinlichkeit eintritt, im Versicherungsfall Leistungen zu erhalten.“ Für den Versicherungsfachmann ist klar, dass die frühzeitige Absicherung das Allerwichtigste ist, um möglichst ohne Einschränkungen – etwa durch Vorerkrankungen bedingt – versichert zu werden. „Ist diese Eintrittskarte erst einmal gelöst, gibt es Möglichkeiten, auf Verschlechterungen des Gesundheitszustandes zu reagieren“, erklärt er und nennt Stichworte wie die Nachversicherungs-und Ausbaugarantie. Ein echter Schweikert-Tipp zum Schluss: Viele Menschen wissen nicht, dass man auch mit Einmalbeiträgen eine Berufsunfähigkeitsversicherung finanzieren kann. Vielleicht nicht die schlechteste Idee, um Vermögen für Kinder oder Enkel sinnvoll anzulegen und zu vererben?Ruth Auschra

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