MEDI-Ärzte initiieren neue Verbundweiterbildung

Viele beklagen den Ärztemangel auf dem Land, MEDI Südwest tut etwas dagegen: Gemeinsam mit dem Westpfalz-Klinikum wurde eine neue Verbundweiterbildung für den Donnersbergkreis ins Leben gerufen.Bis 2022 müssen im Donnersbergkreis 71 Prozent der Hausarztstellen und 66 Prozent der Facharztstellen nachbesetzt werden. Doch woher soll der Nachwuchs kommen? Die Region ist ländlich geprägt, liegt abseits der Ballungszentren Rhein-Main und Rhein-Neckar und die nächsten größeren Städte Mainz und Kaiserslautern sind 40 beziehungsweise 25 Autominuten entfernt. Für MEDI-Arzt Dr. Michael Schmid, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Westpfalz-Klinikum in Kirchheimbolanden, war es logisch, „dass man nur durch eine gute Ausbildung erreicht, dass junge Ärzte sich für die Region entscheiden und hier auch langfristig bleiben.“ Bei einem Gespräch mit niedergelassenen Ärzten, einem Vertreter der KV und dem Landrat Rainer Guth stellte Schmid seine Idee eines Weiterbildungsverbunds vor.Koordinierungsstelle und MentorZentrale Aspekte des Konzepts sind eine Koordinierungsstelle, die am Westpfalz-Klinikum angesiedelt werden soll und die die organisatorischen Fäden im Verbund in der Hand hält. Zudem soll jedem weiterbildungswilligen Arzt ein Mentor zu Seite stehen, der ihn bei allen wichtigen organisatorischen Fragen unterstützt. „Damit soll jeder künftige Weiterbildungsassistent ein individuelles Programm bekommen“, erläutert Dr. Bärbel Rottammer, die sich als MEDI-Ärztin und niedergelassene Allgemeinmedizinerin ebenfalls am Projekt beteiligt. Junge Ärzte müssten sich ihre Ausbildungsmodule nicht mehr mühsam selbst zusammenstellen, sondern bekämen einen strukturierten Plan. „Zum einen kann der Weiterbildungswillige seine Ausbildung primär in der Klinik beginnen, in der Inneren Medizin oder der Chirurgie, und dann beim niedergelassenen Kollegen fortsetzen“, so Schmid. Möglich sei aber auch, die Ausbildung in einer Praxis zu beginnen und sie anschließend in der Klinik oder in anderen Praxen weiterzuführen. „Im Verbund zur Weiterbildung spielen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte eine große Rolle“, erläutert Schmid. Gerade bei der Ausbildung zum Allgemeinmediziner sei die Arbeit in der Praxis ein fester Teil der Verbundausbildung. „Die Kolleginnen und Kollegen können Teile dieser Ausbildung mitgestalten“, so Schmid weiter.Martin Heuser

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„Ärztinnen und Ärzte wollen sich um Menschen kümmern, nicht um Bürokratie“

Seit nunmehr zwölf Jahren arbeitet Alexander Bieg für die MEDIVERBUND AG. Als Abteilungsleiter für Versorgungsstrukturen (MVZ) und Organisationsentwicklung liegt sein Fokus auf der Schaffung effizienter Strukturen und der Optimierung abteilungsübergreifender Prozesse. Seine Arbeit umfasst die Beratung, Gründung und den Betrieb von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ebenso wie die Einführung neuer Tools für möglichst reibungslose Abläufe.

Elektronische Patientenakte: MEDI plant bundesweite Kampagne zur Patientenaufklärung

Die fachübergreifenden Ärzteverbände MEDI GENO Deutschland e. V. und MEDI Baden-Württemberg e. V. sehen die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ab Mitte Januar 2025 sehr kritisch. Die digitale Akte sei weder technisch noch strukturell ausgereift. Ein finanzieller Ausgleich für den erheblichen Mehraufwand in den Praxen ist laut Ärzteverbände zudem nicht vorgesehen. Auch über die Transparenz stigmatisierender Diagnosen beispielsweise durch Einsicht in Medikationslisten sollten Patientinnen und Patienten informiert werden. Parallel zur Aufklärungskampagne der Bundesregierung plant MEDI in den kommenden Wochen eine eigene bundesweite Patientenaufklärung in den Praxen.