Das ist ein Ergebnis der Mitgliederumfrage, die MEDI Baden-Württemberg in den letzten zwei Wochen durchgeführt und ausgewertet hat. Dafür hat der Verbund 3.342 MEDI-Praxen angeschrieben, 125 haben geantwortet. 36% der Umfrageteilnehmer waren Allgemeinärzte, 64% Fachärzte.


25% der Befragten gaben an, dass sie bereits Probleme bei der Installation des Konnektors hatten, z. B. beim Einlesen der Gesundheitskarte. Ein anderes Ärgernis war die schlechte Erreichbarkeit der Anbieterhotline und dass sich die Techniker mit dem Konnektor schlecht auskannten.

Bei 58% kam es durch den Echtzeitdatenabgleich zu Verzögerungen im Praxisablauf. Davon hatten 51% einen Zeitverlust von weniger als 5 Sekunden, 49% von 5 Sekunden oder mehr. Davon gaben wiederum 12% Verzögerungen an, die 30 Sekunden oder länger waren.

62% der Praxen gaben weitere Schwierigkeiten nach der Installation an. „Am häufigsten kam die Rückmeldung, dass noch viele alte elektronische Gesundheitskarten, also eGK 1, in Umlauf sind“, berichtet MEDI-Vorstandschef Dr. Werner Baumgärtner. „Es soll Krankenkassen geben, die noch keine eGK 2 ausgegeben haben. Die eGK 1 kann aber von den meisten neuen Lesegeräten nicht eingelesen werden.“ Weitere Kritikpunkte waren, dass der Konnektor defekt war, ausfällt oder abstürzt und dass die Hotline des Anbieters schlecht erreichbar sei.

43% der Befragten haben den Konnektor vor 3 oder 4 Monaten installieren lassen, 28% haben ihn seit knapp einem halben Jahr und 25% zwischen 1 und 2 Monaten. 4% der Praxen arbeiten seit mehr als 6 Monaten mit dem Konnektor.

Baumgärtner rät Praxen, die demnächst einen Konnektor anschaffen möchten, auf die Erreichbarkeit des Anbieters zu achten und mindestens ein altes Kartenlesegerät zu behalten. Er weist auch darauf hin, dass einige Anbieter damit werben, den Konnektor ohne Zusatzkosten installieren zu können. „Bitte prüfen Sie genau, ob das auf Sie zutrifft! Wenn Sie den 1%-Honorarabzug ab 2019 verhindern möchten, sollten Sie bis Jahresende installiert haben – auch wenn Sie auf Ihren Kosten sitzen bleiben könnten. Es besteht jedoch nach wie vor kein Zeitdruck“, ist Baumgärtner überzeugt.

Der MEDI-Vorsitzende appelliert an seine Mitglieder, alle Kosten, die ihnen durch die Konnektorinstallation entstehen, genau zu ermitteln und die Aufstellung an die MEDI-Geschäftsstelle zu schicken. „Wir werden alle Fälle sammeln, rechtlich prüfen lassen und der Frage nachgehen, wer für die Folgekosten aufkommt.“ Baumgärtner erwägt für mögliche rechtliche Auseinandersetzungen in Zusammenhang mit dem TI-Konnektor Muster- oder Sammelklagen und damit zusammenhängende Kostenübernahmen für MEDI-Mitglieder in Baden-Württemberg.


2a. Welche waren die größten Probleme?

Hauptprobleme:

  • Absturz EDV / Praxissoftware
  • Viel Support nötig, Techniker häufig noch ohne Erfahrung
  • Einleseprobleme Gesundheitskarte

5a. Wenn ja, welche?

  • eGK 1 werden sehr oft von neuen Lesegeräten nicht gelesen. Es sind noch sehr viele im Umlauf! Manche Kassen haben wohl noch keine neuen Karten versendet. Es ist geht dadurch sehr viel Zeit verloren. = Mit Abstand das häufigste Problem!!
  • Konnektor defekt/fällt aus/stürzt ab/verliert Verbindung
  • Erreichbarkeit Hotline