In Baden-Württemberg nehmen inzwischen über 500 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten am Facharztvertrag mit der Techniker Krankenkassen (TK) teil.


Der Vertrag, der im zweiten Quartal dieses Jahres gestartet ist, stößt auch bei den Patienten auf große Akzeptanz: Fast 3.000 TK-Versicherte im Land nutzen die alternative Versorgungsoption und haben sich in den TK-Vertrag eingeschrieben.

Im Fokus steht die frühzeitige und akute Behandlung der Patienten, um Krankenhauseinweisungen, eine Verschlechterung des Krankheitsbildes oder eine Chronifizierung zu vermeiden. Dipl.- Psych. Rolf Wachendorf, Sprecher der Freien Liste der Psychotherapeuten, vermutet, dass die bundesweite Psychotherapierichtlinie, die von den Therapeuten größtenteils abgelehnt wird, den Vertrag zusätzlich attraktiver macht: „Zum Start der neuen Richtlinie stimmten die Kolleginnen und Kollegen in Baden-Württemberg mit den Füßen ab und zogen Freiwilligkeit, keine Bürokratie und höhere Honorare im Selektivvertrag den Pflichten, der Bürokratie und der schlechteren Honorierung in der Regelversorgung vor“, erklärte Wachendorf gegenüber der MEDI Times.