Dr. Christian Messer ist der neue Berliner MEDI-Chef. Der erweiterte Vorstand hat ihn auf seiner konstituierenden Sitzung einstimmig gewählt. Sein Vorgänger Dr. Matthias Lohaus ist aus persönlichen Gründen zurückgetreten.


Messer wurde 1963 in Augsburg geboren, studierte Humanmedizin an den Universitäten Ulm, Berlin und Zürich, außerdem noch Musiktherapie an der Hochschule der Künste Berlin und promovierte an der FU Berlin über Schizophrenie und Musiktherapie. Seit 2005 ist er als Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse am Wittenbergplatz in Berlin niedergelassen und seit 2013 Vorstandsmitglied von MEDI Berlin.

Messer positioniert sich eindeutig gegen die Versuche, die Ärzteschaft zu spalten: „Hausärzte und Fachärzte üben die medizinische Versorgung der Bevölkerung in kollegialer Zusammenarbeit aus. Die allseits schädlichen innerärztlichen Kämpfe der letzten Jahre müssen beendet werden.“ Auch sonst ist Christian Messer durch und durch MEDI-Mann und setzt sich deswegen für die fachübergreifende Zusammenarbeit, die ärztliche Freiberuflichkeit, den Erhalt der GOÄ als ärztliche Gebührenordnung und für eine effektive Nachfolgeregelung in den Praxen ein. „Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen müssen die Möglichkeit haben, ihren Praxissitz zu einem angemessenen Preis verkaufen und jungen Ärztinnen und Ärzten passende Arbeitsmöglichkeiten bieten zu können“, fordert er. Auch dürften finanzielle Mittel nicht weiter vom ambulanten in den stationären Bereich umverteilt werden.

Christian Messer ist auch auf anderen standespolitischen Ebenen aktiv: Seit 2010 ist er Mitglied der Berliner KV-Vertreterversammlung und arbeitet in diversen KV-Ausschüssen und -Kommissionen mit. Als Präsident des Bundesverbands Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (BDPM) berät Messer in seiner Funktion als Vorsitzender des entsprechenden Ausschusses den Spitzenverband der Fachärzte Deutschlands (SpiFa) in Fragen der Psychotherapie. Darüber hinaus ist er Vize des Landesverbands Berlin-Brandenburg der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM).

Ex-MEDI-Chef Lohaus freut sich, dass Messer zu seinem Nachfolger gewählt wurde: „Er ist dafür hervorragend geeignet, weil er durch sein bundesweites Engagement gut vernetzt ist und viel bewirken kann.“