Es herrscht in vielen Praxen noch Unsicherheit bezüglich des Umgangs mit der Ausbreitung des Coronavirus. Wir haben Informationen für Praxen, Patientinnen und Patienten nach dem heutigen Stand zusammengestellt, die wir unseren Praxen zur Verfügung stellen. Diese Informationen entbinden die Praxen jedoch nicht davon, sich über eventuelle regional unterschiedliche Vorgaben zu informieren.






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<<AKTUELLE MELDUNGEN>>

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<<GRUNDSÄTZLICHES VORGEHEN >>

Ziele

  • Aufrechterhalten der Patientenversorgung
  • Keine Abstriche in der Praxis: Umsetzung der RKI-Richtlinie ist aufgrund fehlender Schutzausrüstung und aktuell nicht absehbarem Risiko nicht möglich

Maßnahmen (Kurzfassung)

  • Begründete Verdachtsfälle müssen zu Hause bleiben und die Praxis anrufen
  • Patienten, die nur eine AU wollen, sollen zu Hause bleiben, um sich in der Praxis nicht anzustecken
  • Penible Hygiene
    • Händewaschen und -desinfektion (Desinfektionsmittel an die Anmeldung!)
    • 2-stündliches desinfizieren von Türklinken (v.a. Toiletten-, Wartezimmer- und Eingangstüren)
    • Patienten auf Abstand zur Anmeldung sowie korrekte Husten- und Niesetikette hinweisen (in Armbeuge!)
  • "COVID19-HomeCare" mehrmals ausdrucken und ins Wartezimmer legen
  • "Patientenflyer" mehrmals ausdrucken, die alten Aushänge an den Eingangstüren ersetzen und ins Wartezimmer legen
  • "Patienteninfo" ausdrucken und neben den "Patientenflyer" an den Eingangstüren anbringen

Aussicht

  • Sachlage und Risikogebiete werden sich täglich ändern
  • Abstrichzentren werden in vielen Regionen in Baden-Württemberg aufgebaut

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Wie sieht das im Detail aus:

Am Telefon

ALLE Patienten werden am Telefon nach Anzeichen einer akuten Atemwegsinfektion gefragt (Fieber, Husten, Atemnot, etc.).

Begründeter Verdachtsfall:

  • Symptome akuter Atemwegsinfekt vorhanden (diese müssen immer vorliegen, sonst kein begründeter Verdachtsfall!)
  • Aufenthalt in einem Risikogebiet (siehe "Risikogebiete")
  • Kontakt mit einem bestätigten Coronafall

Sollten Symptome einer Atemwegsinfektion vorliegen UND entweder Punkt 2 oder 3 bejaht werden, dann handelt es sich um einen "begründeten Verdachtsfall". Folgende Vorgehensweise hierfür:

  • Patient darüber informieren, dass wir das Gesundheitsamt kontaktieren werden, er bitte unbedingt zu Hause bleiben, den Kontakt zu Mitbewohnern meiden sowie Kontaktaufnahme durch Gesundheitsamt oder uns abwarten soll
  • Sofort das zuständige Gesundheitsamt informieren

Wenn Patient KEIN begründeter Verdachtsfall ist und

  • nur eine AU möchte:
    • Soll er zu Hause bleiben
    • Wird eine AU für max. eine Woche ausgestellt und zzgl. OTC (mit Ärzten abstimmen) auf grünem Rezept verschrieben (Angehörige sollen AU und Rezept abholen und das Kärtchen nicht vergessen)
    • Bei Verschlimmerung oder keiner Besserung der Symptome soll Patient wieder telefonisch Kontakt zu uns aufnehmen
    • Im Zweifelsfall oder wenn Patient es möchte, Rückruf durch Arzt (auf die Rückrufliste aufnehmen)
    • In Textgruppe "TE" dokumentieren!
  • sich untersuchen lassen möchte:
    • Termine Akutsprechstunde trennen ("Infektsprechstunde"): akute Atemwegsinfekte an das Ende der Akutsprechstunde zum Schutz anderer Akutpatienten legen

An der Anmeldung

Begründeter Verdachtsfall (siehe oben):

  • Patient Mundschutz zum sofortigen Anlegen überreichen (an der Anmeldung bereitlegen)
  • MFA FFP2 Maske anziehen (an der Anmeldung bereitlegen)
  • Patient sofort in einem Behandlungszimmer isolieren, Mitarbeiter sowie Gesundheitsamt informieren
  • Restliche Maßnahmen siehe "DEGAM Informationen..."

Patient ohne Termin und mit Infektsymptomen

  • Termin in der Infektsprechstunde am Ende der Akutsprechstunde geben
  • Patient wieder heimschicken (Schutz der Patienten vor Ansteckung und Vermeiden von Panik)

Grundsätzlich:

  • Patienten auf Abstand zum Tresen hinweisen (zum Schutz unserer Mitarbeiter!)
  • Patienten im Bedarfsfall auf korrekte Husten- und Niesetikette hinweisen (in Armbeuge!)
  • Desinfektionsmittel bereitstellen und auch benützen

Restliche Praxis

  • Auf penible Hygiene achten (Händewaschen und -desinfektion)
  • 2-stündliches Desinfizieren von Türklinken (v.a. Toiletten-, Wartezimmer- und Eingangstüren)
  • Patienten auf korrekte Husten- und Niesetikette hinweisen (in Armbeuge!)
  • Ruhe bewahren, die Wahrscheinlichkeit eines positiven Patienten ist weiterhin sehr gering

Es gilt weiterhin: Die saisonale Influenza ist weiter verbreitet, tötet absolut gesehen mehr Menschen und im Gegensatz zum Coronavirus gibt es ein Gegenmittel: Jeder kann sich dagegen impfen lassen!

Als MitarbeiterIn im Gesundheitswesen vertrauen Ihnen Ihre Mitmenschen und verlassen sich auf Ihre Aussagen! Seien Sie kritisch, was Sie hören, schauen und lesen. Halten Sie sich an die Fakten!

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