
Es muss nicht immer Aspirin sein: Wenn Sie statt des Originals ein Nachahmerpräparat nehmen, können Sie viel Geld sparen.
Augen auf beim Medikamentenkauf:
Seit der letzten Gesundheitsreform müssen Sie als Patient für die meisten rezeptpflichtigen Arzneimittel mehr Geld ausgeben. Einen Teil dieser Teuerung können Sie jedoch wieder ausgleichen – wenn Sie bei den rezeptfreien Medikamenten, die Sie komplett aus eigener Tasche bezahlen, konsequent preisgünstige Generika kaufen. Diese Nachahmerpräparate enthalten genau denselben Wirkstoff wie das Original; beide sind qualitativ gleichwertig. Generika kosten jedoch in der Regel deutlich weniger – die Ersparnis kann bis zu 80 Prozent betragen.
Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Und zwar nicht nur zu Risiken und Nebenwirkungen, sondern auch nach dem billigsten Nachahmerpräparat. Denn bei den Generika gibt es ebenfalls große Preisunterschiede. Erkundigen Sie sich deshalb, welcher Anbieter bei dem gewünschten Wirkstoff am günstigsten ist. Sie können hier ruhig alleine nach dem Preis gehen, denn qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Präparaten bestehen praktisch nicht – dafür sorgt das strenge Zulassungsverfahren.
Aliud statt Aspirin. Zwei Beispiele machen das Sparpotenzial durch Generika deutlich. So kostet das bekannte Schmerzmittel Aspirin mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) in einer Packung mit 100 Tabletten 14,65 Euro*. Für das entsprechende Generikum von Hexal oder Ratiopharm zahlen Sie dagegen nur rund fünf Euro – und bei der Firma Aliud sogar nur 3,85 Euro*. Oder nehmen Sie das rezeptfreie Schnupfenmittel Otriven (0,1 % Dosierspray): Ihr Apotheker verlangt dafür etwa 3,50 Euro*. Für die vergleichbaren Nasentropfen von Aliud (AL 0,1 %) kassiert er nur 1,98 Euro*.
Sparen auf Rezept: Auch bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten können Sie Ihre Kosten etwas dämpfen, wenn Sie Ihren Arzt bitten, ein preiswertes Nachahmerpräparat zu verordnen. Auf diese Weise ergibt sich nämlich für Sie häufig eine geringere Zuzahlung.
(* Stand 09.01.06)
Was sind Generika?
Originalpräparate sind zunächst für 20 Jahre durch ein Patent geschützt. Danach dürfen auch Wettbewerber ein Medikament mit demselben Wirkstoff anbieten – diese „Nachahmerpräparate“ bezeichnen Fachleute als Generika. Ein innovatives Medikament auf den Markt zu bringen, ist mit enormen Kosten für Forschung und Entwicklung verbunden. Dieser Aufwand entfällt bei den Generika – deshalb ist es möglich, diese Arzneimittel deutlich preiswerter herzustellen.

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